Holbeins Schutzmantelmadonna

Maria breitet ihren Mantel aus...

Vor knapp 500 Jahren schuf Hans Holbein der Jüngere (*1497 Augsburg – 1543 London) in Basel sein Meisterwerk, die "Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen" (gen. "Darmstädter Madonna"). Ihren Weltruhm verdankt die Tafel, die mit der Sixtinischen Madonna von Raffael verglichen wird, zu gleichen Teilen ihrer langen und komplexen Entstehungsgeschichte, der genialen kühnen Bilderfindung Holbeins, wie auch ihrem höchst ungewöhnlichen späteren Schicksal.

Die mit einem Halbkreis nach oben hin abgeschlossene Tafel zeigt die stehende Gottesmutter mit dem Christuskind im Arm in einer mächtigen Muschelnische. Ihr weit geöffneter Umhang, der sie als sogenannte "Schutzmantelmadonna" ausweist, beschirmt die zu ihren Füßen knienden Figuren.

Mit dem Erwerb des Gemäldes durch den Unternehmer und Sammler Reinhold Würth wurde der Bestand der Alten Meister in der Sammlung Würth nun endgültig in die Neuzeit weiter geführt. Zählt die "Schutzmantelmadonna" doch zweifelsohne zu den berühmtesten, bedeutendsten und schönsten Altmeistergemälden der Welt und ihr Schöpfer Hans Holbein d. J. zu den herausragenden Künstlern des 16. Jahrhunderts.

Zur Holbein-Madonna ist ein Katalog im Swiridoff Verlag erschienen.

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